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Historie des ehemaligen Kleingartens

Design ohne Titel (66).png

Die Geschichte des Ortes

Auf dem etwa 2600m² großen Grundstück des Block IV des ehemaligen Kleingartengeländes der Kolonie am Stadtpark I wird seit etwa 80 Jahren gegärtnert. Unmittelbar nördlich angrenzend lag die 1930 eingeweihte Synagoge. Sie wurde in der Pogromnacht 1938 zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Eine Gedenktafel in der Prinzregentenstraße 69/70, erinnert daran.
In unmittelbarer Nachbarschaft, in der Prinzregentenstraße 66, wohnte der Literaturkritiker und Philosoph Walter Benjamin. Er ging 1933 nach Paris ins Exil und nahm sich 1940 auf der Flucht vor den Nazis an der französisch-spanischen Grenze das Leben.

Screenshot Tafel Synogoge.png

Bebauungspläne

Nun soll hier gebaut werden. Die landeseigene Immobiliengesellschaft Berlinovo plant den Bau von 270 Mini-Apartments für temporäres Wohnen von Studierenden zu einem Mietpreis von 25 € qm (warm) sowie eine kleine Kita. Weitere Informationen zum Neubauprojekt gibt es hier.
Die jahrelange Vorbereitung des Bauvorhabens (Grundstückskauf, Planung, Bauvoranfrage, Bauvorbescheid) wurden bis Sommer 2022 weitgehend geheim gehalten.
Weder die Bezirksverordnetenversammlung noch die Betroffenen und die Nachbarschaft wurden informiert oder gar eingebunden. Nachdem der Sachverhalt im Spätsommer 2022 schließlich bekannt wurde, hieß es: Der Entscheidungsprozess ist abgeschlossen, da ist nichts mehr zu machen. Dies steht im Widerspruch zu den 2019 beschlossenen „Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der räumlichen Stadtentwicklung“ des Berliner Senats. Dort heißt es: „Schon wenn die Ziele eines Projektes formuliert werden, sollen Bürger und Bürgerinnen einbezogen werden“.

Weitere Information zum Engagement gegen die Bebauung gibt es hier.

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